Die Jahrhundert Hose
In der Millenniumsausgabe des “Time Magazine” wurde die Jeans – noch vor dem Minirock und dem kleinen Schwarzen – Die Jeans – Gesichert für die Ewigkeit zum Kleidungsstück des 20. Jahrhunderts schlechthin gekürt. Und dies zu Recht, denn die robuste Hose ist zweifelsohne ein Phänomen. Einfach jeder trägt sie: Generationen-, klassen- und länderübergreifend.
Von der Arbeitskluft über das Symbol des Rebellentums zur etablierten Mode-Ikone: Die Jeans hat in den vergangenen 150 Jahren ihr Image immer wieder gewandelt und fehlt heute in keinem Kleiderschrank. Lang ist’s her Die Erfolgsgeschichte hat durch den Stoffhändler Levi Strauss angefangen. Damals noch aus brauner Zeltplane schneiderte er Hosen für die Goldgräber in San Francisco. Die Idee, die Nähtemit Nieten zu verstärken, hatte der Schneider Jacob Davis. Da dem Schneider damals das Geld für das bürokratische Prozedere fehlte, bot er dem Händler Levi Strauss eine Beteiligung an. Levi zahlte – und von da an hielten beide das Patent für die Nieten-Kleidung. Am 20. Mai 1873 wurde die innovative Arbeiterhose schliesslich patentiert. Die erste Jeans wurde noch in zwei Versionen hergestellt: In indigo-blauem Denim und einem braunen Stoff namens «Duck». Doch die braune Variante war hart und unbequem und konnte sich nie durchsetzen. Symbolik einer Hose – Um 1920 kam der Begriff Blue Jeans auf. Die Blue Jeans von Levis stahlen in den Western-Movies aus den 1930ern manch einem Hollywood-Cowboy die Show. Durch diese Filme wurde die Nieten-Hose in Amerika richtig populär und entwickelte sich darüber hinaus zum internationalen Phänomen. Selbst eine Frauen-Variante der Levis wurde 1935 in der Vogue vorgestellt.
